Eigenurinbehandlung: Nutzen und Risiken einordnen
Unter Eigenurinbehandlung oder Urintherapie versteht man die Anwendung des eigenen Urins mit dem Ziel, Krankheiten zu behandeln oder das Wohlbefinden zu verbessern. Für einen gesundheitlichen Nutzen gibt es nach Angaben des US-amerikanischen Informationsdienstes Poison Control keine wissenschaftlichen Belege. Diese Methode ist keine nachgewiesene Behandlung und ersetzt keine ärztliche Versorgung.
Urin ist nicht steril
Urin enthält ausgeschiedene Stoffe und kann Bakterien enthalten. Das Trinken kann unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen. Auch für die Anwendung auf offenen Wunden oder bei Ohrinfektionen ist Urin ungeeignet. Auf dieser Seite geben wir deshalb keine Anleitung zur Einnahme oder Dosierung.
Bei Beschwerden fachlichen Rat suchen
Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zu einer Behandlung sollte medizinisches Fachpersonal einbezogen werden. Verordnete Behandlungen sollten nicht durch eine Eigenurinbehandlung ersetzt werden. Für eine Urinprobe zur Untersuchung sind geeignete Probenbecher nach den Vorgaben der behandelnden Praxis zu verwenden.
Weiterführende Information
Quelle: Poison Control: Is it safe to drink your urine?, fachlich verfasst von einer klinischen Toxikologin. Der frühere Artikel dieser Website wurde wegen unbelegter Heilversprechen und Anwendungsempfehlungen überarbeitet.









